P. und J. im Mai 2017
Serie "Menschen am Tisch"
Zeichnung auf Papier, 31 x 44 cm
Sonntag, 13. August 2017
Sonntag, 6. August 2017
Tageskarte Nr. 938
Ich sollte Angaben machen.
Ich musste meinen Namen nennen, mein Alter, wo ich wohne und was ich tue.
Das wars auch schon zu mir.
Bilder kann man ja googeln.
I should give information.
Ich sollte Angaben machen.
Ich musste meinen Namen nennen, mein Alter, wo ich wohne und was ich tue.
Das wars auch schon zu mir.
Bilder kann man ja googeln.
I had to mention my name, my age, where I live and what I do.
That was all about me.
Pictures can be found on the Internet.
Sonntag, 2. Juli 2017
Nr.937
Serie TAGESKARTEN
Vor mir stand ein Junge. Er war ungefähr 3 Jahre alt und wurde Fabio gerufen. Seine Eltern lagen auf einer Decke drei Meter von mir entfernt.
Ich las eine Abhandlung zu Überlegungen Eugen Finks mit dem Titel „Existenz und Coexistenz: Grundprobleme der menschlichen Gemeinschaft“.
Fabio rief seinen Eltern zu: Was macht die da? (Er meinte mich)
In diesem Moment hatte ich ein Grundproblem menschlicher Gemeinschaft: Musste ich in den Dialog mit einem Dreijährigen treten, der eine Frage an seine Eltern richtete, die mich betraf, der aber nicht mich anschaute, sondern seine Eltern, mich aber meinte, weil er auf mich zeigte, und musste ich ihm antworten, was er eigentlich schon wusste, weil er es selber sah, nämlich dass ich auf einer Decke saß und las?
Es war mir unmöglich, mit Fabio in einen Dialog zu treten.
Glücklicherweise hatte er seine Frage nicht an mich gerichtet, sondern an seine Eltern. Auf mich zeigte nur sein Finger.
für Dr.C.N.
There was a boy in front of me. He was about 3 years old and was called Fabio. His parents lay on a blanket close to me.
I read in a text dealing with „Existence and Coexistence: Basic Problems of the Human Community“ by Eugen Fink.
Fabio called to his parents, „What is she doing? (He meant me)
At that moment, I had a basic problem of human community: I had to enter the dialogue with a three-year-old, who asked a question to his parents which concerned me, but who did not look at me, but at his parents, nevertheless he meant me, because he pointed at me, and I had to answer him what he already knew, actually, because he saw it himself, that I sat on a blanket and read.
It was impossible for me to enter into a dialogue with Fabio.
Fortunately, he had not asked his question to me, but to his parents.
Only his finger pointed at me.
Serie TAGESKARTEN
Vor mir stand ein Junge. Er war ungefähr 3 Jahre alt und wurde Fabio gerufen. Seine Eltern lagen auf einer Decke drei Meter von mir entfernt.
Ich las eine Abhandlung zu Überlegungen Eugen Finks mit dem Titel „Existenz und Coexistenz: Grundprobleme der menschlichen Gemeinschaft“.
Fabio rief seinen Eltern zu: Was macht die da? (Er meinte mich)
In diesem Moment hatte ich ein Grundproblem menschlicher Gemeinschaft: Musste ich in den Dialog mit einem Dreijährigen treten, der eine Frage an seine Eltern richtete, die mich betraf, der aber nicht mich anschaute, sondern seine Eltern, mich aber meinte, weil er auf mich zeigte, und musste ich ihm antworten, was er eigentlich schon wusste, weil er es selber sah, nämlich dass ich auf einer Decke saß und las?
Es war mir unmöglich, mit Fabio in einen Dialog zu treten.
Glücklicherweise hatte er seine Frage nicht an mich gerichtet, sondern an seine Eltern. Auf mich zeigte nur sein Finger.
für Dr.C.N.
There was a boy in front of me. He was about 3 years old and was called Fabio. His parents lay on a blanket close to me.
I read in a text dealing with „Existence and Coexistence: Basic Problems of the Human Community“ by Eugen Fink.
Fabio called to his parents, „What is she doing? (He meant me)
At that moment, I had a basic problem of human community: I had to enter the dialogue with a three-year-old, who asked a question to his parents which concerned me, but who did not look at me, but at his parents, nevertheless he meant me, because he pointed at me, and I had to answer him what he already knew, actually, because he saw it himself, that I sat on a blanket and read.
It was impossible for me to enter into a dialogue with Fabio.
Fortunately, he had not asked his question to me, but to his parents.
Only his finger pointed at me.
Sonntag, 11. Juni 2017
My trip to Barceloa
I' m not interested in sightseeing. So I watched the backyard of our hotel. Sometimes I went to the supermarket to buy some food and water.
I had expected Spain would be hot, but there was no sun. That didn't bother me. I don't like heat anyway. Nevertheless, I always put on my sunglasses. One can never know ...
I' m not interested in sightseeing. So I watched the backyard of our hotel. Sometimes I went to the supermarket to buy some food and water.
I had expected Spain would be hot, but there was no sun. That didn't bother me. I don't like heat anyway. Nevertheless, I always put on my sunglasses. One can never know ...
Sonntag, 21. Mai 2017
Tageskarte Nr. 934
Letzten Mittwoch war ich vormittags gegen 11 Uhr in der Stadt.
Ich streifte durch die Geschäfte, genau wie die anderen Frauen es taten. Hatten die keine Arbeit oder waren die auch alle traurig darüber, dass die Sonne schien und sie nicht wussten, wohin mit der ganzen Helligkeit, also ab ins Kaufhaus?
Letzten Mittwoch war ich vormittags gegen 11 Uhr in der Stadt.
Ich streifte durch die Geschäfte, genau wie die anderen Frauen es taten. Hatten die keine Arbeit oder waren die auch alle traurig darüber, dass die Sonne schien und sie nicht wussten, wohin mit der ganzen Helligkeit, also ab ins Kaufhaus?
Last Wednesday I went to the city center at about 11 o‘clock in the morning.
I strolled through the shops, just like the other women did. Did they all had no job or were they just as sad as I was about that the sun was shining, because they also didn´t know where to go confronting with all this brightness? So they escaped to the department stores?
Sonntag, 14. Mai 2017
Tageskarte Nr. 933
Ein Jahr lang hatte ich nicht geraucht. Dann kam ich an ein Tal.
Dort hörte alles auf.
Ich ging mir Zigarettenpackungen kaufen und stieg hinab in das Tal.
Ich weiß nicht mehr, wie lange ich mich dort unten aufhielt. Es gab nichts mehr außer mir, dem Tal und den Zigaretten.
Als ich genug geraucht hatte, stand ich auf, verließ das Tal und warf die restlichen Zigaretten fort.
So einfach ging das.
Ein Jahr lang hatte ich nicht geraucht. Dann kam ich an ein Tal.
Dort hörte alles auf.
Ich ging mir Zigarettenpackungen kaufen und stieg hinab in das Tal.
Ich weiß nicht mehr, wie lange ich mich dort unten aufhielt. Es gab nichts mehr außer mir, dem Tal und den Zigaretten.
Als ich genug geraucht hatte, stand ich auf, verließ das Tal und warf die restlichen Zigaretten fort.
So einfach ging das.
For a year I had not smoked. Then I came to a valley.
At this point everything stopped.
I went to buy cigarettes and rose as far down as the valley.
I do not remember how long I stayed down there. There was nothing left but me, the valley and the cigarettes.
When I had smoked enough, I got up, left the valley and threw away the remaining cigarettes.
So simply this went.
Sonntag, 7. Mai 2017
Tageskarte Nr. 932
Kurz bevor ich abfahre, bekomme ich eine Whatsapp, ich soll noch Bergluft mitbringen.
Wie soll ich das jetzt schaffen, mein Zug fährt doch gleich. Ich renne also los, aus der Stadt raus, zum nächstbesten Berg. Der wird doch wohl Luft haben.
Ich umarme den Berg, was bleibt mir anderes übrig. Ich bitte ihn um seinen Atem und er gibt mir was davon ab. Ich nehme so viel ich kriegen kann, wer weiß, wie viel die in Hamburg davon benötigen.
Mit vollen Backen renne ich zurück nach Hause, schnappe im Vorübergehen meinen Koffer, eile zum Hauptbahnhof, erwische meinem Zug gerade noch und finde einen Sitzplatz unter dem Kennwort „ggf. freigegeben“.
Mit vollen Backen sitze ich 6 Stunden auf meinem Platz, werde 2 x kontrolliert, gehe 1 x aufs Klo. Öfter muss ich nicht, denn ich kann ja gar keine Flüssigkeiten zu mir nehmen.
Die Leute in meinem Zugabteil gucken mich komisch an, als würde ich hier laut heulen, dabei sitze ich doch nur mit Backen voller Bergluft.
Hamburg-Harburg. Hamburg-Hbf. Hamburg-Dammtor. Endlich bin ich angekommen und kann ausatmen. Mir war auch zum Schluss fast ein bisschen übel gewesen von der vielen frischen Luft.
Kurz bevor ich abfahre, bekomme ich eine Whatsapp, ich soll noch Bergluft mitbringen.
Wie soll ich das jetzt schaffen, mein Zug fährt doch gleich. Ich renne also los, aus der Stadt raus, zum nächstbesten Berg. Der wird doch wohl Luft haben.
Ich umarme den Berg, was bleibt mir anderes übrig. Ich bitte ihn um seinen Atem und er gibt mir was davon ab. Ich nehme so viel ich kriegen kann, wer weiß, wie viel die in Hamburg davon benötigen.
Mit vollen Backen renne ich zurück nach Hause, schnappe im Vorübergehen meinen Koffer, eile zum Hauptbahnhof, erwische meinem Zug gerade noch und finde einen Sitzplatz unter dem Kennwort „ggf. freigegeben“.
Mit vollen Backen sitze ich 6 Stunden auf meinem Platz, werde 2 x kontrolliert, gehe 1 x aufs Klo. Öfter muss ich nicht, denn ich kann ja gar keine Flüssigkeiten zu mir nehmen.
Die Leute in meinem Zugabteil gucken mich komisch an, als würde ich hier laut heulen, dabei sitze ich doch nur mit Backen voller Bergluft.
Hamburg-Harburg. Hamburg-Hbf. Hamburg-Dammtor. Endlich bin ich angekommen und kann ausatmen. Mir war auch zum Schluss fast ein bisschen übel gewesen von der vielen frischen Luft.
Montag, 17. April 2017
Ausstellungsankündigung
Zwischen Ostern und Pfingsten stelle ich im Eingangsbereich des KinderHauses Medienfabrik Kinder- und Familienportraits aus.
Das Haus ist von Montag bis Freitag zwischen 07:00 und 17:00 Uhr geöffnet.
Am Freitag, den 28. April 2017, von 14 - 17 Uhr bin ich vor Ort und freue mich auf
Ihren und euren Besuch.
KinderHaus Medienfabrik
Ganghoferstr. 70F
80339 München
Das KinderHaus ist eine Einrichtung des KinderSchutzBundes München e.V.
Zwischen Ostern und Pfingsten stelle ich im Eingangsbereich des KinderHauses Medienfabrik Kinder- und Familienportraits aus.
Das Haus ist von Montag bis Freitag zwischen 07:00 und 17:00 Uhr geöffnet.
Am Freitag, den 28. April 2017, von 14 - 17 Uhr bin ich vor Ort und freue mich auf
Ihren und euren Besuch.
KinderHaus Medienfabrik
Ganghoferstr. 70F
80339 München
Das KinderHaus ist eine Einrichtung des KinderSchutzBundes München e.V.
Sonntag, 9. April 2017
Tageskarte Nr. 931
Nachdem ich lange in der Erde gelegen hatte, fand ich in der Tasche meines Kleides noch einen Happen Mut, den mir mal jemand zugesteckt hatte. Versehentlich wahrscheinlich.
Es war kurz vor Ostern. Ich öffnete mein Grab, pflügte die Erde, bis ich in die Abteilung für Luftfahrzeuge gelangte und erwarb dort mit dem letzten Rest Mut den kompletten Bausatz für eine Seelenkugel, Farbe Gelb. Die Anleitung las sich unkompliziert und das Zubehör war übersichtlich wie bei Ikea. Ich befolgte den Warnhinweis, die Schrauben auch ja fest einzudrehen.
Im Nu war mein Gefährt fertig. Niemand hatte mir gesagt wie das geht, fliegen. Aber ich musste nur leicht werden und schon bald lag die aufgerissene Erde weit unter mir. Es war behauptet worden, ich würde hier oben einsam sein. Aber ich sah jede Menge anderer Seelenkugeln außer meiner. Allerdings stürzten manche von ihnen ab. Die hatten wahrscheinlich die Schrauben nicht fest genug eingedreht.
Nachdem ich lange in der Erde gelegen hatte, fand ich in der Tasche meines Kleides noch einen Happen Mut, den mir mal jemand zugesteckt hatte. Versehentlich wahrscheinlich.
Es war kurz vor Ostern. Ich öffnete mein Grab, pflügte die Erde, bis ich in die Abteilung für Luftfahrzeuge gelangte und erwarb dort mit dem letzten Rest Mut den kompletten Bausatz für eine Seelenkugel, Farbe Gelb. Die Anleitung las sich unkompliziert und das Zubehör war übersichtlich wie bei Ikea. Ich befolgte den Warnhinweis, die Schrauben auch ja fest einzudrehen.
Im Nu war mein Gefährt fertig. Niemand hatte mir gesagt wie das geht, fliegen. Aber ich musste nur leicht werden und schon bald lag die aufgerissene Erde weit unter mir. Es war behauptet worden, ich würde hier oben einsam sein. Aber ich sah jede Menge anderer Seelenkugeln außer meiner. Allerdings stürzten manche von ihnen ab. Die hatten wahrscheinlich die Schrauben nicht fest genug eingedreht.
Sonntag, 2. April 2017
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